Kirchlicher Besuch aus Siebenbürgen

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OeME-Konferenz 2018: v.l. Prof. Erich Bryner, Pfarrerinnen Karin Baumgartner, Judit Csoma, Anna Tatár und Übersetzerin Nora Erdi

Nach der Wende in Osteuropa kann die Kirche den Kindern wieder den Glauben lehren. Zwei reformierte Pfarrerinnen aus Ungarn und Rumänien waren bei der Konferenz für Entwicklungszusammenarbeit der Evangelisch-reformierten Kirche in Schaffhausen im Kirchgemeindehaus Trülli in Herblingen zu Gast.
Doris Brodbeck,
Zwei Studenten, Julian Stoffel und Lukas Heieck, berichteten von ihren Begegnungen aus der Kantizeit, als sie bei einem Schüleraustausch in Siebenbürgen waren. Trotz bescheidener Verhältnisse wurden sie grosszügig aufgenommen. Nur wer zeitweise im Westen arbeitet, geniesst etwas Wohlstand. Nachdenklich stimmte sie der hohe Stellenwert der Social Media bei den Jugendlichen und dass viele eine Weile von Rumänien wegkommen wollen.

Prof. Erich Bryner berichtete, wie man sich in Ungarn schon früh für Luther interessiert hatte und auch mit den Schweizer Reformierten in engem Kontakt stand, was von den Osmanen geduldet worden sei, weil es das Land entzweite: Lutherische und Reformierte waren im Streit, dazu die altgläubigen Katholiken und die radikalen Unitarier. Es setzte sich jedoch eine religiöse Toleranz durch.

Die Pfarrerinnen Judit Csoma und Anna Tatár erzählten, wie sie neben der Glaubensvermittlung auch soziale Hilfe leisten und darin von starken Frauengemeinschaften unterstützt werden. Die Spitex ist eine kirchliche Gründung, es gibt Integrationsangebote für Romakinder und Flüchtlinge. Beindruckend war auch die kirchliche Pionierarbeit für Menschen mit einer geistigen und körperlichen Beeinträchtigung. Sie hatten im Kommunismus versteckt leben müssen.

Die OeME-Kommission organisierte die Konferenz und verpflegte die Gäste mit ungarischer Gulaschsuppe vom Suppenglück in Schaffhausen. Die Moderation übernahm Kirchenrätin Cornelia Busenhart. Den Kontakt zu den Referentinnen und Referenten stellte Pfarrerin Karin Baumgartner her und konnte als Übersetzerin Nora Erdi beiziehen.

Ende August werden weitere Gäste aus Rumänien in Schaffhausen erwartet. Dafür werden Gastfamilien gesucht. vgl. www.ref-sh.ch/gastfamilien
Reformationsjubiläum - Evang.-ref. Kirche des Kantons Schaffhausen - Bereitgestellt: 17.11.2018     
aktualisiert mit kirchenweb.ch